Camping Sokol Praha – und das goldene Prag vor der Haustür
Wer mit dem Wohnwagen nach Prag möchte, steht vor einer klaren Frage. Wo stellt man das gute Stück hin? Ohne stundenlang durch die Stadtgrenzen zu irren. Und ohne am Ende auf einem schäbigen Schotterplatz zu landen. Die Antwort ist eindeutig: Camping Sokol Praha. Eine sehr gute Wahl.
Der Campingplatz – grün, ruhig und bestens angebunden
Mitten im Grünen und doch nahe der Innenstadt liegt das Camping Sokol Praha. Genau das macht ihn so attraktiv. Er ist der einzige Vier-Sterne-Campingplatz in Prag mit ACSI-Rabatt und gehört zur ANWB-anerkannten Camping-Familie. Campingsokol
Direkt neben einem großen Teich und einem Naturpark gelegen, ist die nächste Haltestelle nur einen halben Kilometer entfernt. Die Anbindung an die Innenstadt ist hervorragend. Bei der Ankunft gibt es eine umfassende Info-Mappe zu Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Zug. Der Minibus-Shuttle zum Bahnhof ist kostenlos und fährt morgens alle dreißig Minuten. Praktischer geht es kaum.
Die Stellplätze liegen auf Rasenfläche. Teils in der Sonne, teils im Schatten. Auch größere Gespanne kommen zurecht. Gäste loben besonders die Freundlichkeit des Personals und die Sauberkeit der Sanitäranlagen.
Im campingeigenen Restaurant gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen. Tschechische Spezialitäten und einheimisches Bier stehen auf der Karte. Abends spielt Live-Musik auf der Terrasse. Dazu gibt es einen Brötchenservice und eine Snack-Bar in unmittelbarer Nähe.
Ein großer See liegt in der Nähe – allerdings als Stausee nicht zum Baden geeignet. Das campingeigene Schwimmbad sorgt an heißen Tagen für Abkühlung. Wer es ruhiger mag, schlendert zum Teich. Der Naturpark nebenan lädt zu entspannten Abendspaziergängen ein.
Wichtig für Reisende ab 65: Der öffentliche Nahverkehr in Prag ist für Ü65 kostenlos. Das ist ein schöner Bonus.
Prag – die goldene Stadt, die einen nicht loslässt
Nun zu dem, weshalb man überhaupt hierher gefahren ist. Prag. Die tschechische Hauptstadt zählte 2024 rund acht Millionen Touristen. Das UNESCO-anerkannte Zentrum hat zu jeder Jahreszeit Charme. Und das Beste daran: Prag ist eine der wenigen europäischen Großstädte, die im Zweiten Weltkrieg fast völlig unversehrt geblieben ist. Was man sieht, ist echt. Kein Wiederaufbau, keine Kopie.
Die Karlsbrücke – hier schlägt das Herz der Stadt
Die Karlsbrücke ist über 500 Meter lang. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 über die Moldau bauen. Ein Spaziergang über die Karlsbrücke mit ihren Heiligenstatuen ist ein Muss für jeden Prag-Reisenden.
Tagsüber tummeln sich Straßenkünstler, Musiker und Souvenirhändler auf der Brücke. Frühmorgens und abends ist sie die perfekte Kulisse für einen ruhigen Spaziergang. Wer kurz nach Sonnenaufgang kommt, hat die Brücke fast für sich. Weiches Licht über der Moldau. Die Burg im Hintergrund. Ein unvergessliches Bild.
Die Statue des Johannes von Nepomuk sollte man nicht einfach übergehen. Es soll Glück bringen, das Relief des Heiligen zu berühren. Man erkennt sie an der Menschentraube, die sich dort immer bildet.
Die Prager Burg – größer als man denkt
Der Weg hinauf folgt dem Königsweg – dem Pfad, auf dem schon Böhmens Könige zur Krönung zogen. Oben angekommen steht man auf dem größten geschlossenen Burgareal der Welt. Für einen Vormittag reicht die Zeit kaum aus.
Das Goldene Gässchen begeistert mit bunten Häuschen und holprigem Kopfsteinpflaster. Franz Kafka nutzte Haus Nr. 22 im Winter 1917 als Schreibstube. Heute ist es eine Buchhandlung.
Der Veitsdom überragt das gesamte Areal. Den vorderen Teil der Kathedrale darf man ohne Ticket betreten. Ihre Fertigstellung dauerte fast fünf Jahrhunderte. Einfach hineingehen. Den Blick nach oben richten. Staunen.
Altstädter Ring und Astronomische Uhr – Schauspiel auf Knopfdruck
Die Prager Rathausuhr stammt aus dem Jahr 1410. Sie ist eine der ältesten noch funktionierenden astronomischen Uhren weltweit. Jede Stunde erwachen die zwölf Apostel, allegorische Figuren und der Sensenmann zum Leben. Einen guten Platz sichert man sich am besten zehn Minuten vorher.
Kopfsteinpflasterstraßen, barocke Kirchen, Paläste und kleine Geschäfte prägen das Bild. Das historische Zentrum Staré Město gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier flaniert man am besten ohne festen Plan. Ein guter Kaffee und ein Stück böhmischer Koláč kosten noch immer fast nichts.
Kleinseite und Vyšehrad – für alle, die es ruhiger mögen
Die malerischen Gassen der Kleinseite laden zum Schlendern ein. Hier tummeln sich deutlich weniger Reisegruppen als auf der anderen Seite der Karlsbrücke. Ideal für alle, die in Ruhe bummeln möchten.
Vyšehrad liegt auf einem Hügel südlich der Neustadt. Es gilt als einer der besten Aussichtspunkte auf Prag. Zum Gelände gehören eine Kathedrale, Grünanlagen sowie unterirdische Gewölbe. Hier ist es deutlich ruhiger als auf dem Hradschin. Der Blick auf die Moldau ist trotzdem atemberaubend.
Praktische Tipps für die Stadtbesichtigung
Vom Camping Sokol Praha ist man mit der Bahn in rund 15 bis 20 Minuten im Zentrum. Stressfrei und günstig. Mit dem Rad ist die Umgebung des Campingplatzes bestens geeignet. Das Prager Zentrum selbst ist fürs Radfahren weniger empfehlenswert.
Wer Prag vom Wasser aus erleben möchte, sollte das unbedingt tun. Die Prager Venedig-Flotte bietet ganzjährig Rundfahrten auf historischen Booten an. Die rund 45-minütige Tour startet am Altstädter Brückenturm. Ein schöner Abschluss für einen langen Stadttag.
Prag ist eine Stadt, die man nicht mit einem einzigen Besuch abhakt. Der Camping Sokol Praha ist ein solider und gut gelegener Ausgangspunkt. Morgens frische Brötchen. Tagsüber Geschichte und Kultur. Abends ein kühles tschechisches Bier auf dem Campingplatz. So kann’s gern weitergehen.
Ausflugsziele rund um Prag – was du noch gesehen haben solltest
Prag allein könnte einen schon mehrere Tage beschäftigen. Aber die Umgebung lohnt sich ebenfalls. Wer ein paar Tage mehr Zeit mitbringt, wird belohnt. Hier sind die schönsten Ziele in der näheren und etwas weiteren Umgebung.
Burg Karlštejn – das Highlight gleich vor der Tür
Die Burg Karlštejn liegt nur rund 30 Kilometer westlich von Prag. Sie wurde im 14. Jahrhundert von Kaiser Karl IV. gegründet und diente als königliche Schatzkammer. Das merkt man bis heute. Die imposante Festung wurde im Jahr 1348 errichtet. Ihre ursprüngliche Aufgabe war ebenso prestigeträchtig wie symbolisch: Sie bewahrte die Kronjuwelen und Reichsinsignien des Heiligen Römischen Reiches.
Die Burg erhebt sich über das gleichnamige Dorf und ist so gut erhalten, dass sie auch in einem Märchenfilm stehen könnte. Hoch auf einem Felsen über dem Fluss Berounka beeindruckt sie vor allem durch ihre Zinnen, hohen Mauern und bedrohlichen Türme.
Besonders hervorzuheben sind die Kapelle des Heiligen Kreuzes und der 60 Meter hohe Große Turm. Die Heilig-Kreuz-Kapelle ist mit über 2.000 Halbedelsteinen verziert. Die Fresken stammen vom berühmten Maler Meister Theoderich und zeigen Porträts von Heiligen und Engeln. Ein absolutes Highlight.
Praktisch zu wissen: Mit dem Zug gibt es eine direkte Verbindung vom Prager Hauptbahnhof nach Karlštejn. Die Züge fahren alle 30 Minuten. Die Fahrt dauert nur etwa 40 Minuten. Mit dem Auto dauert es rund 35 bis 40 Minuten. Privatfahrzeuge dürfen allerdings nicht bis zur Burg fahren. Vom Parkplatz des Dorfes sind es fast einen Kilometer bergauf zu Fuß. Gutes Schuhwerk ist also Pflicht. Dafür wird man mit einer traumhaften Kulisse belohnt.
Tipp: Frühzeitig anreisen. Im Sommer ist die Burg sehr gut besucht.
Slapy-Stausee – Natur pur, nur 30 km südlich
Den Slapy-Stausee findet man rund 30 Kilometer südlich von Prag. Er ist ein beliebtes Naherholungsziel der Prager. Wer nach einem langen Stadttag etwas Natur braucht, ist hier genau richtig. Grüne Hügel, ruhiges Wasser, ein paar Boote auf dem See. Zum Schwimmen, Spazierengehen oder einfach Sitzen und Schauen – ideal.
Velká Amerika – der tschechische Grand Canyon
Kaum jemand kennt diesen Geheimtipp. Velká Amerika ist ein verlassener Kalksteinbruch, rund 30 km von Prag entfernt. Er wird auch der tschechische Grand Canyon genannt. Es gibt dort zwei miteinander verbundene Seen mit klarem Wasser, die im Sommer zur echten Attraktion werden. Der Anblick ist schlicht beeindruckend. Steile Felswände, türkisfarbenes Wasser, stille Wälder drumherum. Für alle, die gern spazieren gehen und etwas abseits der Touristenpfade unterwegs sind.
Kutná Hora – Silberstadt mit Gänsehautfaktor
Kutná Hora liegt rund 85 Kilometer östlich von Prag. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Das historische Zentrum gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es war einst ein Zentrum des Silberbergbaus. Die gotische Architektur ist beeindruckend.
Das eigentliche Highlight ist jedoch das Beinhaus in Sedlec. In der sogenannten Knochenkirche wurden die sterblichen Überreste von rund 40.000 Menschen zu makabren Kunstwerken arrangiert. Das klingt makaber – und ist es auch. Aber es ist zugleich einmalig, nachdenklich stimmend und historisch bedeutsam. Wer einmal dort war, vergisst es nicht mehr. Ein Tagesausflug nach Kutná Hora bietet Geschichte, Kunst und ein Erlebnis, das unter die Haut geht.
Böhmische Schweiz – für Naturfreunde ein Muss
Die Böhmische Schweiz liegt rund zwei Stunden nördlich von Prag. Für einen Tagesausflug ist das gut machbar. Ein beeindruckender Höhepunkt ist das Prebischtor – der größte natürliche Felsbogen Europas. Eine Wanderung über die Pravčická brána bietet spektakuläre Ausblicke. Die Landschaft ist einzigartig. Sandsteinfelsen, tiefe Schluchten, dichte Wälder. Wer gern wandert, wird hier rundum glücklich.
Theresienstadt – ein wichtiger historischer Ort
Theresienstadt liegt rund 60 Kilometer nördlich von Prag. Ein Tagesausflug nach Theresienstadt bietet eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Das ehemalige Konzentrationslager ist heute eine Gedenkstätte. Der Besuch ist keine leichte Kost. Aber er gehört dazu. Wer in dieser Region reist, sollte sich diese Zeit nehmen. Es ist ein Ort, der prägt und der zum Nachdenken bringt.
Fazit: Prag ist erst der Anfang
Die Region rund um Prag hat mehr zu bieten, als viele erwarten. Ob mittelalterliche Burg, stille Natur oder bewegende Geschichte – der Camping Sokol Praha ist ein idealer Ausgangspunkt für all das. Einfach morgens losfahren, abends zurückkehren. Und abends beim Bier auf dem Campingplatz darüber nachdenken, was man am nächsten Tag erkunden möchte.

