Neuseenland-Camping Markkleeberg – Wohnwagen-Urlaub zwischen Seen, Stadt und Wildwasser
Manchmal fährt man irgendwo hin und denkt: Hier könnte ich länger bleiben. So geht es vielen, die den Campingplatz am Markkleeberger See das erste Mal besuchen. Die Lage überrascht. Das Drumherum sowieso. Und Leipzig ist näher, als man denkt.
Tja, der Platz Neuseenland-Camping Markkleeberg ist an sich so OK. War mal hier, aber muß nicht wieder. So könnte es vielen gehen. Allerdings gibts drumherum viel Interessantes. Insofern kommen wir nochmal wieder, auch weil Leipzig mehr Zeit verdient.
Der Campingplatz – familiär, direkt am See
Direkt oberhalb des Kanuparks, zwischen Kletterpark und Modellbaupark, unmittelbar am Markkleeberger See liegt der Campingpark Neuseenland-Camping. Die Adresse klingt schon gut. Und die Lage hält, was sie verspricht.
Die Anlage ist für Gäste mit Wohnwagengespann, Wohnmobil und Zelt ausgelegt. Sie verfügt über eine Gaststube mit Biergarten und Seeblick sowie ein zentrales Sanitärgebäude mit Duschen und WC. Stromanschlüsse für Caravans und Wohnmobile sind in ausreichender Zahl vorhanden.
Die Stellplätze liegen auf Rasenfläche. Unterlegkeile sollte man nicht vergessen. Das ist kein Witz. Der Platz hat leichte Neigung – wer das weiß, ist vorbereitet. Wer es nicht weiß, schläft schief. Aber das ist das einzige kleine Manko.
Das Personal wird durchgehend als sehr freundlich beschrieben. Die Sanitäranlagen sind sauber. Hunde sind herzlich willkommen – bei der Anreise gibt es sogar eine Überraschungsbox für den Vierbeiner. So einen Empfang bekommt man nicht überall.
Discounter, Supermarkt und Bäcker sind rund 3 km entfernt. Mit dem Fahrrad kein Problem. Und frische Brötchen am Morgen lohnen die kurze Fahrt allemal.
Viele Gäste planen drei Tage – und bleiben sechs. Weil man dort zu Fuß und mit dem Rad so viel unternehmen kann. Das sagt eigentlich alles.
Der Markkleeberger See – direkt vor der Campingtür
Der Markkleeberger See zählt mit 57 Metern zu den tiefsten Seen im Leipziger Neuseenland. Sport und Erholung stehen hier im Vordergrund. Es gibt mehrere Badestrände für Familien und auch einen Hundestrand.
Seit 2009 kann man den See auf einem rund 9 Kilometer langen Uferrundweg umrunden. Der Weg ist asphaltiert. Gut beschildert. Auch für gemächliche Spaziergänger bestens geeignet. Mit der einstündigen Schifffahrt bei Kaffee und Kuchen lässt sich die Gegend außerdem ganz gemütlich vom Wasser aus erkunden. Das ist ein schöner Nachmittag ohne großen Aufwand.
Kanupark Markkleeberg – Wildwasser direkt nebenan
Wer mehr Action will, ist hier am richtigen Ort. Der Kanupark ist eine der modernsten Wildwasseranlagen der Welt. Angeboten werden Wildwasser-Rafting, DUO-Rafting, Wildwasser-Kajak sowie Wellensurfen und Bodyboarden. Der Park liegt direkt unterhalb des Campingplatzes. Einfach hingehen und mitmachen – oder einfach zuschauen. Beides ist unterhaltsam.
Direkt gegenüber befindet sich außerdem ein großer Kletterpark. Wer klettern möchte, hat es nicht weit.
Leipzig – Kultur, Geschichte und Lebensfreude, nur 10 km entfernt
Per Fahrrad ist die Innenstadt von Leipzig auf dem nahegelegenen Pleiße-Radweg entspannt und naturnah erreichbar. Das ist ein großer Pluspunkt für den Platz Neuseenland-Camping Markkleeberg. Man campt in der Natur – und ist trotzdem nah an einer der spannendsten Städte Ostdeutschlands.
Was wartet in Leipzig? Eine Menge. Sehenswürdigkeiten wie das Völkerschlachtdenkmal, die Thomaskirche, die Nikolaikirche, das Gewandhaus und das Panometer sind alle gut erreichbar.
Das Völkerschlachtdenkmal ist gewaltig. Fast 100 Meter hoch. Es erinnert an die Völkerschlacht von 1813 – eine der größten Schlachten der Napoleonischen Kriege. Wer oben steht, hat einen Blick über die ganze Region. Die Thomaskirche kennen viele vom Namen. Johann Sebastian Bach hat hier als Kantor gearbeitet. Der Thomanerchor singt noch heute – und ein Gottesdienst dort ist ein besonderes Erlebnis, ganz ohne Eintrittskarte.
Das Leipziger Neuseenland – mehr als ein See
Wer mehrere Tage bleibt, sollte die Gegend erkunden. Der Cospudener See bietet Sachsens längsten Sandstrand am Nordstrand sowie Wassersport und Restaurants. Nicht weit entfernt. Ideal für einen Badetag mit etwas mehr Strandflair.
Die Neuseenland-Radtour führt rund 100 Kilometer entlang von neun Seen. Die Strecke ist überwiegend flach und gut beschildert – mit Tourenrad, Mountainbike oder E-Bike gleichermaßen fahrbar. Wer nicht die volle Runde drehen möchte, nimmt einfach einen Abschnitt. Auch das lohnt sich.
Und dann ist da noch ein besonderer Geheimtipp: Ferropolis – die „Stadt aus Eisen“ – ist ein stillgelegtes Braunkohle-Abbaugebiet und technisches Freiluft-Museum auf einer Halbinsel im Gremminer See. Die riesigen alten Bagger wurden teils zu Eventlocations umfunktioniert und tragen Namen wie „Big Wheel“ und „Mad Max“. Das klingt skurril. Und ist es auch. Auf eine gute Art.
Fazit: Unterschätzter Geheimtipp im Osten
Der Campingplatz am Markkleeberger See ist kein Luxusresort. Er ist bodenständig, familiär und ehrlich. Dafür stimmt die Lage. Der See liegt direkt vor der Tür. Leipzig ist mit dem Rad erreichbar. Und das Neuseenland hat mehr zu bieten, als viele ahnen. Wer einmal hier war, kommt wieder. Die meisten kommen sogar früher zurück als geplant.

